WLAN-Ausleuchtung mit michael wessel

Um eine nachhaltige, kosteneffiziente und der Anforderung entsprechende WLAN-Abdeckung zu erreichen, sind einige Parameter zu bedenken. Wir geben hier einen kurzen Einblick in die Welt der WLAN-Planung. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie ein neues Gebäude oder einen Ausbau der Infrastruktur planen oder vielleicht einfach die Störeinflüsse in Ihrer Umgebung ausfindig machen wollen. Wenn Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer Wireless-Infrastruktur wünschen, ist eine WLAN-Ausleuchtung auch ein erster, richtiger Schritt, um Sie und Ihr Unternehmen weiter voranzubringen.

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Networking – Mit Sicherheit im Access-Layer

Natürlich sollte man aus Sicherheitsgründen einige Grundregeln beim Einrichten von Switchen beachten. Im Regelfall stehen Core- und Distribution-Switche in zutrittsgesicherten Räumen. Switche auf Access-Ebene hingegen stehen leider viel zu oft offen für Mitarbeiter und teils sogar Unternehmensfremde frei zugänglich in Abstellkammern, Büros oder Fluren.

Wenn die Räumlichkeiten einem die Wahl lassen, ob ein abgeschlossener Raum oder der Flur als Standort für einen Access-Switch dienen kann, ist stets der abschließbare Raum mit entsprechend wenig Leuten, die Zutritt zu diesem haben, zu empfehlen. Zusätzlich sollte auf ausreichende Belüftung geachtet werden, damit die Switche nicht laufend den Hitzetod sterben.

Zudem kann man auf Switchebene nicht genutzte Ports administrativ deaktivieren, sodass zwar ein Kabel gesteckt werden könnte, aber keine Pakete über den Port fließen und somit das Netz lahmlegen würden. In manchen Szenarien machen Funktionen wie Port-Security Sinn, mit der man den Zugang am Port auf L2-Ebene begrenzen kann; oft allerdings würde die Ersteinrichtung und die Verwaltung einen enormen Mehraufwand bedeuten, der nicht immer gerechtfertigt ist. Steht der Switch in einem abgeschlossenen, nicht frei zugänglichen Raum, kann darauf im Zweifel auch verzichtet werden. Ansonsten kann es schnell dazu kommen, dass ein Anwender ein loses Netzwerk-Kabel findet und es unbedacht mit beiden Steckern in den Switch steckt. Das hat dann zur Folge, dass man entweder ineinanderlaufende VLANs – mit vielleicht zwei DHCP-Servern in einem logischen Netz –  oder sogar einen Loop in einem Netzwerk hat, der in komplexen Netzen oft schwer zu identifizieren ist, sich sehr negativ auf die Netzwerkperformance auswirkt und ganze Netzwerke – egal, wie performant sie ausgelegt sind, zum Zusammenbruch bringen kann.

Eine weitere Fehlerquelle im Netz kann ein falsch konfiguriertes Spanning-Tree-Protokoll, kurz STP sein. Sind die Prioritäten falsch gesetzt, kann es vorkommen, dass immer unterschiedliche statt der gewollten Ports geblockt werden und es laufend zu einer Neuberechnung des STP-Trees kommt.

Roaming im Wireless LAN

Wenn die Entscheidung getroffen wird, ein unternehmensweites Wireless LAN einzuführen, stellen sich viele Fragen. Neben den allgemein bekannten und in aller Munde verbreiteten Parametern wie dem maximalen Datendurchsatz, unterschiedlichen W-LAN-Standards und dem möglichst performanten Uplink gibt es zusätzlich weitere Rahmenbedingungen bei der Planung und Umsetzung zu beachten. Teils kann die Umgebung optimiert werden, indem beispielsweise ein Access Point oder Wände anders positioniert werden, teils gibt es allerdings auch nicht-beeinflussbare Faktoren. Unternehmensweite W-LAN-Netze werden mittlerweile häufig über ein relativ großes Areal gespannt, sodass teils sogar Wetterschwankungen unterschiedliche Auswirkungen hervorrufen können.

Eine besonders große Herausforderung bei verbindungskritischen Anwendungen, wie Voice-over-WLAN oder Video-Konferenzen über Tablets und Co. stellt das Roaming innerhalb des Campusnetzes dar. Im Normalfall entscheidet der Client, nicht der Access Point, wann eine bestehende Verbindung unterbrochen wird, um eine stabilere Verbindung mit einem Access Point mit eventuell einer höheren Datenrate aufzubauen. Dabei wird allerdings je nach Chipsatz und Betriebssystem oft eine Verbindung aufrecht erhalten, obwohl bereits eine bessere Verbindungsmöglichkeit in Reichweite ist. So kann es unter Anderem passieren, dass nicht nur während der Bewegung auf dem Campus ein Access Point mit erheblich schwächerem Signal und einem deutlich niedrigeren Datendurchsatz vom Client gewählt wird, sondern ebenso im statischen Betrieb kein Schwenk stattfindet. Hatte man beispielsweise das Notebook im Konferenzraum im 1. OG mit dem W-LAN verbunden, das Notebook auf dem Weg zurück an den Arbeitsplatz zugeklappt und in den Standby oder Ruhemodus geschickt, bevor man im Erdgeschoss am Arbeitsplatz wieder seine Arbeit aufnehmen möchte, kann es je nach Chipsatz und Betriebssystem dazu kommen, dass das Notebook sich erneut mit dem Access Point im 1. OG verbindet, solange die Signalstärke für einen Datenaustausch ausreicht. Das kann sogar auch wenn der Access Point im Erdgeschoss nur 5m Luftlinie entfernt montiert ist noch vorkommen. Diesem „Zufallsverbinden“ kann man beim Einsatz unterschiedlicher Devices nur mit einem controllerbasierten Roaming entgegenwirken.