vSphere 7 bringt umfassende Neuerungen

VMware hat am 02.04.2020 vSphere 7 angekündigt und nun veröffentlicht, und bezeichnet es selbst als größte Innovation seit der Einführung des Hypervisors vSphere ESXi (siehe VMware-Blogpost).

vSphere 7 enthält zahlreiche Neuerungen wie den vSphere Lifecycle Manager, vCenter Server Profile, Versionierung von VM-Vorlagen und Verbesserungen von DRS und vMotion.

Kubernetes- und Containersupport

Außerdem wurde mit vSphere 7 die Kubernetes-Infrastruktur direkt in den ESXi-Kernel integriert. Die Ausführung von Containern wird nun nativ unterstützt. vSphere 7 mit Kubernetes ist als Teil der VMware Cloud Foundation erhältlich.

Abschneiden alter Zöpfe

Dem Rotstift zum Opfer gefallen sind dafür beispielsweise der Support eines externen PSC, der auf Flash basierende vSphere Web Client, sowie der Betrieb des vCenters auf einem Windows Server.

Schaffen neuer Möglichkeiten

Neue Features im Überblick

  • vSphere Lifecycle Manager ersetzt den VMware Update Manager für Upgrade und Patch Management
  • vCenter Server Update Planner für Kompatibilitäts- und Interoperabilitäts-Checks bei Upgrades des vCenter Servers
  • vCenter Server Profile um eine Baseline der aktuellen Konfiguration festzulegen oder die Konfiguration mehrerer vCenter zu vereinfachen
  • Content Library als zentrales Management von Vorlagen virtueller Maschinen, virtueller Appliances und ISO Images
  • DRS Überarbeitung hinsichtlich eines Workload-zentrierten Designs, weg vom Host-Balancing Ansatz
  • vMotion Verbesserung der Performance, besonders in Hinsicht auf Datenbanken und unternehmens-kritische Anwendungen
  • vSphere Trust Authority zur Absicherung sensibler Workloads durch Remote-Beglaubigung
  • Föderierte Identitäten mit ADFS für sichere Authentifizierung und vereinfachte Benutzerverwaltung

Editionen und Lizenzierung

vSphere 7 ist wie gewohnt in den Editionen Standard und Enterprise Plus erschienen. Erhältlich sind außerdem die bekannten Acceleration-, ROBO- und Essentials-Kits. Weggefallen sind die Platinum Editionen.
Eine unscheinbare aber wichtige Neuerung gibt es bei der Lizenzierung:

Zwar ist die Lizenz weiterhin sockelbasiert, allerdings zukünftig auf 32 Cores begrenzt. Dies bedeutet wiederum, dass mehr als eine Lizenz pro CPU benötigt wird, wenn diese über mehr als 32 Kerne verfügt. Für Klein- und Kleinstkunden dürfte diese Neuerung in der Lizenzierung wenig Auswirkungen haben, in größeren Rechenzentren verteilt sich die Lizenzierung künftig allerdings anders, sodass u.U. mehr als eine Lizenz je Sockel erworben werden muss.

Sie wünschen weitere Informationen oder Beratung in diesem oder angrenzenden Themen? Sprechen Sie uns gerne an! Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen Ihr Business – Ihre Kernkompetenz – mit unserer Kernkompetenz, der IT.

Weiterführende Informationen zum Thema Servervirtualisierung gibt es hier.

VMware VCSA stellt den Dienst ein

In der Vergangenheit kam es bei einzelnen VMware-Implementierungen zu Problemen mit der VCSA. Diese stellte die Dienste ein und war nicht mehr erreichbar. Ist es nicht eine Wohltat, wenn man morgens die URL des vSphere Web Clients aufruft und mit folgender Meldung begrüßt wird?

vcsa_1

Achtung!

Bevor irgendwelche Arbeiten an der VMware vCenter Server Appliance durchgeführt werden, sollte unbedingt ein Snapshot erstellt werden.

Was ist da los?

Ein Blick auf die Shell der vCSA zeigt, dass einige Dienste nicht gestartet sind.

service-control –status

vcsa_2

Ein manuelles Starten schlägt fehl.

service-control –start –all

vcsa_3

Ein kurzer Blick in die Suchmaschine der Wahl zeigt: Die Ursache hierfür kann vielfältig sein, beispielsweise ein abgelaufenes root-Kennwort oder aber abgelaufene Zertifikate.

Die Vorgehensweisen zu diesen beiden Fehlerbehebungen werden nachfolgend skizziert:

Root-Kennwort abgelaufen?

Auch wenn das root-Kennwort abgelaufen ist, ist ein Login auf der Shell per Web Konsole oder VMRC noch möglich.

Mit chage -l root kann die Gültigkeit des Passworts geprüft werden.

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Ist das der Fall, ändert man das Passwort mittels passwd root

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Anschließend kann noch einmal die Passwortgültigkeit geprüft werden.

vcsa_6

Zertifikate abgelaufen?

Um die Gültigkeit der Zertifikate zu prüfen, lässt man sich zuerst mit /usr/lib/vmware-vmafd/bin/vecs-cli store list den Inhalt des Zertifikat Stores anzeigen.

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Der Inhalt eines bestimmten Zertifikates kann per /usr/lib/vmware-vmafd/bin/vecs-cli entry list –store NAME_DES_ZERTIFIKATES –text angezeigt werden.

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Das aktuelle Datum der vCSA kann mittels date geprüft werden.

vcsa_9

Durch zurückstellen des Datums auf einen Wert, an dem die Zertifikate noch gültig waren, lassen sich die Dienste wieder starten. Hier in diesem Fall mit date -s ‘2020-06-01 10:00:00’

vcsa_10

Achtung!

Um eine Aktualisierung der Zeit zu verhindern, muss in der VMware vCenter Server Appliance Web-Konsole die Zeitsynchronisierung deaktiviert sein.

vcsa_11

Die Web Konsole erreicht man im Browser unter https://IP-oder-Name-der -VCSA:5480/

Anschließend lassen sich die Dienste per service-control –start –all starten. Alternativ kann auch die Appliance neu gestartet werden.

Das eingebaute Zertifikat-Manager Tool, das auf der Shell mittels /usr/lib/vmware-vmca/bin/certificate-manager aufgerufen werden kann lief auf einen Fehler beim Erneuern des MACHINE_SSL_CERT-Zertifikates und führte ein Rollback durch.

Auch im Administrationsberiech des vSphere Web Clients ließ sich in diesem Fall das MACHINE_SSL_CERT-Zertifikat nicht erneuern.

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In der Webkonsole des Platform Service Controllers gibt es ebenfalls einen Bereich für das Zertifikatsmanagement. Darüber ließen sich schlussendlich alle Zertifikate erneuern.

Handelt es sich um eine embedded Installation erreicht man den PSC im Browser unter https://IP-oder-Name-der-VCSA/psc

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Die zu erneuernden Zertifikate auswählen und Erneuern anklicken.

Ein weiteres Zertifikat gibt es im Bereich der SSO Konfiguration. Das STS Signing Zertifikat lässt sich über keine der Webkonsolen erneuern, da es sich um ein internes VMware Zertifikat handelt und normalerweise nicht ausgetauscht werden soll.

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Da es ebenfalls abgelaufen war, muss dennoch ein neues Zertifikat generiert und dem Java key store hinzugefügt werden.

Eine sehr detaillierte Anleitung gibt es dazu in den VMware Docs:

Generieren des Zertifikats: Generate a New STS Signing Certificate on the Appliance
Einspielen des Zertifikats: Refresh the Security Token Service Certificate

Abschließend sollte die vCSA unbedingt neu gestartet werden.

Sie benötigen Unterstützung oder Beratung in solchen oder anderen Themen? Wir unterstützen Sie gerne.

Erneut möglicher SSD-Ausfall bei HPE-Systemen

Hewlett Packard hat in den letzten Tagen eine Kundenmitteilung (Document id a00097382en_us) herausgegeben, in der vor Ausfall von bestimmten SSD-Typen gewarnt wird, wenn kein Firmwareupdate eingespielt wird. Dies betrifft vier SSD-Modelle, die in Servern verbaut sind. Die betroffenen Speichermedien mit einer Firmware kleiner als HPD7 stellen demnach ihren Dienst nach exakt 40.000 Stunden ein und werden vom System nicht mehr erkannt. Eine Reaktivierung und nachträgliches Einspielen der Firmware ist dann nicht mehr möglich.

HPE weist in dem Dokument ausdrücklich darauf hin, dass das Fehlerbild zwar ähnlich zu dem Vorfall vom November letzten Jahres ist, aber dennoch kein Zusammenhang besteht. „Erneut möglicher SSD-Ausfall bei HPE-Systemen“ weiterlesen

Möglicher SSD-Ausfall bei HPE Systemen

Hewlett Packard hat in den letzten Tagen eine Kundenmitteilung (Document id a00092491en_us) herausgegeben, in der vor Ausfall von bestimmten SSD Typen gewarnt wird, wenn kein Firmwareupdate eingespielt wird. Dies betrifft SSDs in Server und Speicher Systemen gleichzeitig. Die betroffenen Speichermedien mit einer Firmware kleiner als HPD8 stellen demnach ihren Dienst nach 215 bzw. 32.768 Stunden ein und werden vom System nicht mehr erkannt. Eine Reaktivierung und nachträgliches Einspielen der Firmware ist dann nicht mehr möglich.

Welche SSDs/Systeme sind betroffen?

HPE hat die SSDs in folgenden Produkten verbaut:

  • HPE ProLiant,
  • Synergy,
  • Apollo,
  • JBOD D3xxx, D6xxx, D8xxx,
  • MSA,
  • StoreVirtual 4335 und StoreVirtual 3200.
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Neueröffnung des HPE Pointnext Education Services vLABs-Centers

Unser Fokus-Partner Hewlett Packard Enterprise eröffnete das innovative Training & vLabs Center auf etwa 900 Quadratmeter am deutschen Hauptstandort in Böblingen. Die michael wessel wurde dabei vor Ort aus dem Consulting durch David Yoel Wandschneider sowie unseren Teamleiter des Teams Datacenter Infrastructure, Daniel Lengies, vertreten. Im Dialog konnte die Zusammenarbeit partnerschaftlich gestärkt werden, Gespräche und Präsentationen lieferten einige – teils neue, teils bereits von uns in unseren Services enthaltenen Aspekte in der Weiterentwicklung IT-gestützter Prozesse und der chancenreichen Digitalisierung.

Wir haben im Folgenden unsere Eindrücke aus den Bereichen Technoligieentwicklung, Mobility, IoT und VR-Guidance, sowie Prozessoptimierung und Mitarbeiterawareness zusammengefasst.

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Veeam: Update 3a (v. 9.5.0.1922) veröffentlicht

Viele Kunden haben drauf gewartet: Veeam hat das Update 3a für die Version 9.5.0.1922 mit wichtigen Änderungen veröffentlicht, was u.A. auch den Support von VMware vSphere 6.7 beinhaltet. Lesen Sie selbst, welche Änderungen Veeam mit dem Update erzielt und sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung oder Informationen zu Veeam erhalten möchten.

„Veeam: Update 3a (v. 9.5.0.1922) veröffentlicht“ weiterlesen

Hyperconverged in wenigen Schritten

Ein Hyperconverged System beschreibt eine Lösung, welche Rechenleistung (Compute) und Speicher (Storage) in einer Hardware vereint.

Wie dieses gelöst wird unterliegt keinen Standards oder Normen. Nun ist der Aufbau eines Systems, welches Speicher und Rechenleistung enthält keine Herausforderung, Server mit Raidcontroller und ein paar Festplatten kann mittlerweile jeder bereitstellen. Ein weiterer Bestandteil eines Hyperconverged Systems ist die Clusterfunktion. Im Allgemeinen sprechen wir dann von einem Hypervisor, vSphere Hypervisor oder Microsoft Hyper-V, welcher auf der Serverhardware läuft und die Compute und Storage Ressourcen den virtuellen System bereitstellt.

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