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Lastverteilung | load balancing & Desaster Recovery über verteilte RZ

Geschrieben von Team von michael wessel | 11.2011

Featuring: Global Server Load Balancing (GSLB)

Ein Unternehmen mit hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit seiner Services möchte die Anfragen seiner Benutzer über zwei geografisch getrennte Rechenzentren verteilen. Wie beim Load Balancing innerhalb einer lokalen Serverfarm wird durch den einheitlichen Eingangspunkt – hier in Form eines Hostnamens statt einer IP-Adresse – und die Verteilung auf verfügbare Server neben einer höheren Leistungsfähigkeit gleichzeitig eine höhere Verfügbarkeit erreicht.

Um die Verfügbarkeit auch innerhalb jedes einzelnen Rechenzentrums zu gewährleisten, erfordert dieses Szenario ein HA Paar aus zwei NetScalern je RZ (z.B. in unterschiedlichen Brandschutzzonen).

Die Funktionsweise des GSLB

Ein Client möchte auf den Service unter „ica.customer.org“ zugreifen und sendet daher eine DNS Anfrage nach diesem Namen. Der autoritative Nameserver für die Zone „customer.org“ hat für diesen Namen einen CNAME Eintrag, der auf „ica.gslb.customer.org“ verweist, sowie eine Subzone „gslb.customer.org“, die an zwei Nameserver delegiert ist. Diese Nameserver sind die ADNS Service VIPs der beiden NetScaler-Paare. Um die Anfrage zu beantworten, stellt der Resolver also wiederum eine DNS Anfrage nach „ica.gslb.customer.org“ an einen der NetScaler. Dieser bestimmt anhand der konfigurierten GSLB Parameter und des Servicestatus die zurück zu liefernde IP-Adresse und nennt diese als Antwort. Der Client bekommt diese IP-Adresse als Antwort auf seine DNS Anfrage und baut seine Verbindung dann zu der durch die NetScaler bestimmten IP auf.

Die Entscheidung, welche IP auf eine bestimmte Anfrage zurückgeliefert wird, basiert auf den eingestellten GSLB Parametern und Methoden (u.a. Round Robin, Least Connection oder Round Trip Time). Zum Austausch der Statusinformationen, die zur Entscheidung erforderlich sind, sowie von Persistenzinformationen nutzen die NetScaler zwischen den verschiedenen Rechenzentren dabei das Metric Exchange Protocol (MEP).

Je Site kommt für diese Kommunikation noch eine weitere IP-Adresse ins Spiel, nämlich die GSLB Site IP, die aber ebenso eine bestehende SNIP oder MIP sein kann wie die ADNS Service IP.