Nach einem Sicherheitsvorfall wollte ein Kunde seine Microsoft-365-Zugänge stärker absichern. Die konkrete Anforderung: Multi-Faktor-Authentifizierung sollte über zentrale Zugriffsrichtlinien verbindlich vorgegeben werden. Gemeinsam mit michael wessel wurde dafür der Einsatz von Microsoft Entra ID P1 und Conditional Access betrachtet. Anschließend entschied sich der Kunde für die erforderlichen Lizenzen.
Der Vorfall gab den Anstoß, die Absicherung der Benutzerzugänge gezielt anzugehen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich zusätzliche Authentifizierung für die vorgesehenen Zugriffe zuverlässig einfordern lässt.
Genau dafür sollte Conditional Access eingesetzt werden. Über diese Funktion von Microsoft Entra ID lassen sich Zugriffsbedingungen zentral festlegen – beispielsweise, dass Benutzer beim Zugriff auf bestimmte Anwendungen eine Multi-Faktor-Authentifizierung erfüllen müssen.
Für das Projekt war damit eine klare Anforderung formuliert: MFA sollte über verbindliche Richtlinien gesteuert werden. Das schafft eine konkrete Grundlage für die Konfiguration und die spätere Überprüfung der Zugriffsregeln.
Im Austausch mit michael wessel wurde die passende Lizenzierung für die geplante Umsetzung geklärt. Der Kunde entschied sich für Microsoft Entra ID P1 als Grundlage für Conditional Access.
Der Zusammenhang ist für die Projektplanung entscheidend: Die Lizenz stellt die benötigten Funktionen bereit. Welche Benutzer und Anwendungen erfasst werden, welche Anmeldeverfahren zugelassen sind und wie Ausnahmen behandelt werden, wird anschließend über die Konfiguration bestimmt. Der Lizenzkauf ist damit ein notwendiger Bestandteil der gewählten Lösung; die tatsächliche Absicherung entsteht durch die eingerichteten und aktivierten Richtlinien.
Im Beratungsgespräch wurden außerdem ergänzende Schutz- und Backup-Optionen für die Microsoft-365-Umgebung besprochen. Die zunächst getroffene Kaufentscheidung konzentrierte sich auf Entra ID. Damit blieb der erste Schritt auf die konkrete Anforderung ausgerichtet: die verbindliche Steuerung von MFA.
Das Kundenbeispiel zeigt, wie aus einem Sicherheitsvorfall eine konkrete Entscheidung zur Verbesserung des Zugriffsschutzes wurde. Ausgangspunkt war ein klarer Bedarf, darauf folgten die Beratung zur passenden Lösung und die Entscheidung für die erforderliche Lizenzierung.
Für Unternehmen mit Microsoft 365 ergibt sich daraus eine wichtige Frage: Ist MFA für die relevanten Zugriffe tatsächlich vorgeschrieben? Dass Beschäftigte bereits ein zusätzliches Anmeldeverfahren eingerichtet haben, beantwortet diese Frage allein noch nicht.
Wer seine Zugriffsabsicherung weiterentwickeln möchte, sollte deshalb Anforderungen, vorhandene Lizenzrechte und technische Umsetzung gemeinsam betrachten. So wird deutlich, welche Funktionen bereits verfügbar sind und welche Schritte noch fehlen.