SAN-Storage
Storage Area Network - Zentrale Speichersysteme
Zentrale Speichersysteme adressieren die folgenden Anforderungen: Ansteigendes Datenaufkommen, Verteilung der Daten auf zu viele Serversysteme, Begrenzung des Zeitfensters für Datensicherung, verstärkte Anforderung an Verfügbarkeit der Serversysteme.
Oftmals wachsen die Strukturen zur Datenhaltung zunächst historisch: Neue Anwendungen erfordern neue Server und diese halten die zugehörigen Daten. Dei Folgen dieser verteilten Datenhaltung sind: Fehlende oder unzureichende zentrale Sicherung, schlechte Skalierbarkeit, hoher Aufwand bei der Administration, hierdurch auch hohe Risiken für Ausfall oder Verlust.
Die Geschäftsausweitung über Filialen, kleine Außenstellen, Teleworker und mobile Einsatzkräfte wirkt der Zentralisierung ebenfalls oft entgegen.
Moderne Speicher-Konzepte
Verschiedene Ansätze von Speicherlösungen schaffen Abhilfe - je nach Datenvolumen und den Anforderungen des Unternehmens. In der Regel ist es sinnvoll, Daten von den Servern auf zentrale Speicher-Maschinen zu verlegen. Diese Systeme bieten ein Maximum an Skalierbarkeit, (Ausfall-)Sicherheit und Performance. Die neue Datenplattform bietet auch optimale Möglichkeiten, ein zuverlässiges, schnelles und wartungsfreundliches Backup zu implementieren.
Ziele des Information Lifecycle Management sind eine wirtschaftliche Ausschöpfung der vorhandenen Speicherinfrastruktur, sowie geringere Datenhaltungs- und Administrationskosten.
Technische Grundlagen
Generell kann man drei Strukturen unterscheiden.
1. Direct Attached Storage (DAS), bei der jeder Server mit seinen Speichermedien, den Festplatten, verbunden ist. Hier geht es also um das klassische Festplatten- (RAID-)System. Aus oben genannten Gründen reicht diese Lösung oft nicht mehr aus, um effizient alle Daten im Unternehmen zu managen und optimalen Zugriff für alle Mitarbeiter zu ermöglichen.
2. Network Attached Storage (NAS): Oft zu finden in Unternehmen mit kleinerem und mittlerem Datenaufkommen. Ein NAS-System ist im Prinzip ein leistungsstarker File-Server, der direkt an das LAN angeschlossen wird. Intern verwendet das NAS redundante Festplattensysteme und ggfs. auch redundante Controller, je nach Leistungs- und Preisklasse des Gerätes.
3. Storage Area Network (SAN): Bei größeren Datenmengen oder komplexen Server-Umgebungen oder schlichtweg bei Unternehmen mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Speicher-Performance und Skalierbarkeit empfiehlt sich ein spezielles Hochgeschwindigkeit-Speichernetz (SAN). Im einfachsten Fall werden die betreffenden Server "backend-seitig" mit einer Speichermaschine über die Fiber Channel-Technologie verbunden. Gute Speichermaschinen haben intern hochgradige Redundanz über Platten und auch Controller. Diese Struktur wird ebenfalls redundant mit den Servern verbunden, so dass insgesamt Ausfallsicherheit über alle beteiligten Komponenten (vom Adapter im Server bis zur Festplatte) realisiert wird. Die Unternehmensdaten liegen nicht mehr auf Festplatten eines oder mehrerer Server, sondern "auf dem SAN". Neben dem für die Übertragung von Blockdaten (analog SCSI) entwickelten Fiber Channel - Protokoll setzt sich iSCSI immer stärker durch. Das Verpacken von Blockdaten in TCP/IP-Pakete stellt eine flexible und leistungsfähige Lösung zum Aufbau von Speichernetzen dar. Es werden klassische Ethernet-Switches (Integration ins normale Produktions-LAN oder separate Struktur) verwendet (GigaBit, 10 GigaBit).
Ein SAN schafft die Voraussetzungen für den Einsatz von Shared Medium - Clustertechnologien, z.B. Microsoft Cluster Service oder High Availability (Hochverfügbarkeit) auf der Ebene Virtueller Maschinen.
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